Murgang Überwachung Georgien

Ausgangslage

Am 17. Mai 2014 stürzten auf der Nordseite des Mt. Kazbek (5033 m) Teile des Devdoraki-Gletschers ins Tal und verursachten einen Murgang mit einem Volumen von mehreren Millionen Kubikmetern (Standort siehe unten). Die Massen verschütteten die wichtige Verbindungsstrasse zwischen Georgien und Russland und verursachten mehrere Todesopfer. Zudem wurde ein wichtiges Wasserkraftwerk sowie der Grenzübergang stark beschädigt. Zwei weitere, durch Regen ausgelöste Folgeereignisse im August 2014 hatten ähnliche Folgen.

Im Auftrag der National Environmental Agency hat Geopraevent zusammen mit Experten von Geotest die Situation vor Ort besichtigt und den involvierten Ministerien einen Vorschlag für ein Warn- und Alarmsystem unterbreitet.

Lösung

Um Ereignisse frühzeitig zu erkennen, die Strasse zu sperren und Personen zu warnen, hat Geopraevent ein Frühwarnsystem installiert. Das System besteht aus 2 Stationen: die Station A (siehe Bild unten) erkennt den Murgang durch Pegelradare und die Station B überwacht den Gletscher am Mt. Kazbek durch Webcams. Die Daten beider Stationen werden im online Datenportal veranschaulicht. Bei einem Ereignis werden zuständige Behörden wie beispielsweise die Grenzpolizei zuverlässig alarmiert.

Die Station A besteht aus 2 Pegelradaren und 2 Reissleinen. Die Radare werden als primäre Sensoren verwendet, die Reissleinen als redundante Sensoren. Findet ein Murgang statt, wird dieser durch die Radars resp. Reissleinen erkannt. Erreicht der Murgang eine vordefinierte Grösse, wird die Grenzpolizei mittels Funk alarmiert. Da sich diese immer entlang der Strasse aufhält, kann sie diese sofort sperren. Zusätzlich zum Funk werden SMS an verantwortliche Behörden verschickt. Im Datenportal kann auf Messdaten und Bilder zum Ereignis zugegriffen werden, um die Situation vor Ort einzuschätzen.

Station B überwacht das Ausbruchsgebiet im Gipfelbereich des Mt. Kazbek sowie dessen Gletscher. Aktuelle und vergangene Bilder sind im online Portal ersichtlich. Damit können langfristige Gletscherentwicklungen erkannt werden. Bei Veränderungen im Gipfelbereich kann so frühzeitig reagiert werden.

Mit dem installierten System kann die Gefahr frühzeitig erkannt und die vielbefahrene Strasse zwischen Georgien und Russland rechtzeitig gesperrt werden.

Weitere Informationen

Standort

Standort Anlage

Standort der Überwachungsanlage.

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