Lawinendetektion Gonda

Ausgangslage

 

Viele Verkehrswege und Skipisten werden heute mittels künstlicher Lawinenauslösung gesichert. Sprengungen ab Sprengmasten oder -seilbahnen haben grosse Vorteile: sie können auch nachts oder bei schlechtem Wetter per Fernbedienung ausgelöst werden. Damit können Lawinen gesprengt werden, bevor sich gefährlich grosse Schneemengen im Anrissgebiet angesammelt haben.

 

Für die lokal Verantwortlichen stellt sich nach einer Sprengung häufig die Frage, ob nun eine Lawine ausgelöst wurde oder nicht, und falls ja, wie gross die Lawine ungefähr war. Ohne Sicht ins Lawinengebiet ist diese Frage nicht immer einfach zu beantworten, vor allem wenn die Lawinen — was ja gewünscht ist — nicht bis ins Tal vorstossen.

 

Lösung

 

Zusammen mit Wyssen Avalanche Control, Alpug GmbH sowie dem Tiefbauamt und dem Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden haben wir im Unterengadin ein Prototypensystem aufgebaut. Rund um den Piz Chapisun sind seit mehreren Jahren acht Sprenganlagen in Betrieb. Als Detektionsgeräte sind drei Geophone im Anrissgebiet installiert. Zusätzlich steht ein Radar auf ca. 2300 m ü.M., das mit zwei Antennen die Lawinenbahn überwacht. Im Tal messen zusätzlich Infraschallsensoren des SLF die von Lawinen ausgesendeten, tieffrequenten Schallwellen.

 

Die ausgelösten Sprengungen und die gemessenen Detektionen der verschiedenen Systeme werden auf einer einheitlichen Plattform dargestellt.

 

Lawinendetektionsplattform GondaOnline-Visualisierung der Sprengereignisse. In der Liste links sind die Sprengungen und die Detektionen eingetragen. Ein Klick auf ein Ereignis zeigt anhand eines Geländebildes, was wo detektiert wurde.

 

 

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Kunde

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