AVYX® Lawinenradar

Das Lawinenradar ist die zuverlässigste Technologie zur automatischen Detektion von Lawinen und bietet gegenüber konventiellen, lokalen Sensoren entscheidende Vorteile. Radar funktioniert bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit, hat eine Reichweite von bis zu 5 km und deckt grosse Lawinenhänge mit einem einzigen Gerät ab.

Mehr erfahren:
⇒ Vorteile und Funktionen
⇒ Anwendung und Referenzprojekte
⇒ Technische Daten
⇒ Broschüre Lawinenradar
⇒ Video in den Medien

Vorteile

  • Verlässliche Lawinendetektion mit bis zu 5 km Reichweite
  • Überwachung eines Gebietes von bis zu 10’000’000 m² (10 km²)
  • Automatisches Auslösen von Alarm bei einem Niedergang (z.B. Strassensperrung)
  • Unterschiedliche Lawinenzüge separieren und den Fluss präzise darstellen
  • All-Wetter Funktionalität (bei Regen, Nebel, Schnee) sowie Tag und Nacht
  • Lawinentracking und -mapping auf einer Umgebungskarte inklusive Lawinencharakteristika
  • Kürzeste Installationszeit (wenige Stunden)
  • Kosteneffizient im Vergleich zu baulichen Massnahmen
  • Jederzeit Zugriff auf sämtliche Daten über Geopraevent online Datenportal
  • Integration mit Smartphone und Tablet
  • Kombinierbar mit weiteren Technologien und Alarm-Möglichkeiten

Anwendungen

Das Lawinenradar eignet sich, um frühzeitig vor Lawinen zu warnen und Alarm auszulösen. Bei einem Lawinenniedergang werden Strassen und Bahnlinien innert Sekunden automatisch gesperrt und Personen im Gefahrengebiet zuverlässig alarmiert. Das Lawinenradar wird des Weiteren bei künstlichen Lawinenauslösungen eingesetzt, um den Lawinenerfolg zu verifizieren. Dies ist insbesondere bei Dunkelheit oder schlechten Wetterbedingungen (Nebel, Schnee, Regen) ohne Radar schwer möglich.

Das Radar lokalisiert zudem die Lawine und trackt sie, solange sie sich im Sichtbereich befindet. Gleichzeitig triggert das Radar eine systemintegrierte Kamera, welche automatisch Bilder oder ein Video des Ereignisses aufzeichnet. Sämtliche Lawinendaten werden von der Station an das Online Datenportal übermittelt, wo die Lawine auf einer Karte mitsamt Lawinencharakteristika (Zeitpunkt, -dauer, Geschwindigkeit, Grösse etc.) und Fotos dargestellt wird. 

Eine statistische Auswertung der Lawinendetektionen im Winter 2017/18 des Lawinenradars in Zermatt zeigte, dass sich über 80% der Lawinen bei schlechter oder keiner Sicht ereigneten. Hier geht es zur Lawinenradar-Infografik! 

Ein ähnliches Radarsystem kann auch zur Detektion von Steinschlag oder Murgängen und zur Detektion von Personen in gefährdeten Gebieten verwendet werden, z.B. im Zusammenhang mit künstlicher Lawinenauslösung.

 

Referenzprojekte

Wir haben bereits über 40 Lawinenradarprojekte auf drei Kontinenten realisiert. Aktuell betreiben wir über 20  Lawinenradarsysteme in der Schweiz, Norwegen, Chile und Kanada.

Hier ist eine Auswahl an Kundenprojekten mit Lawinenradar:

Zusatztechnologien

Folgende Technologien werden häufig mit dem Lawinenradar kombiniert:

 

Technische Daten

  • Reichweite: bis zu 5 km
  • Fläche: bis zu 10 km²
  • Öffnungswinkel horizontal: 90°
  • Öffnungswinkel vertikal: 15°
  • Gewicht (ohne Mast): ca. 50 kg
  • Masse: 25 x 40 x 7 cm
  • Energieverbrauch: ca. 50 W
  • Stromversorgung: Netzstrom, Solarzellen, Brennstoffzelle
  • Software: Lawinendetektionsalgorithmus, online Datenportal
  • Integration: online Datenportal, Smartphone, Tablet
  • Alarm: automatische Alarmierung, andere Alarmfunktionen
  • Installation: schnell, wenige Stunden

Ein Radarmodul mit kleinerer Reichweite und Überwachungsfläche ist ebenfalls erhältlich.

Detektion eines Eisabbruchs: am Weissmies stürzen ca. 3500 m³ Eis ab und lösen eine Lawine aus. In der linken Bildhälfte die Aufnahmen der Kamera vor Ort, rechts die Echtzeit-Daten des Radars, projiziert auf ein digitales Höhenmodell. Der Abdeckungsbereich des Lawinenradars ist blau eingefärbt, das weisse Rechteck zeigt den ungefähren Kameraausschnitt. Im flacheren Bereich des Gletschers befindet sich die Lawine unterhalb der Radarabdeckung. 

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